Éric Champagne, Komponist

Eric Champagne, geboren in Montréal (Québec, Kanada), studierte Komposition bei Michel Tétreault am CÉGEP in Saint-Laurent und bei Hugues Leclair, Michel Longtin, Denis Gougeon und Robert Normandeau an der Université de Montréal. Während des Masterstudienganges komponierte er bereits seine erste Oper "Mademoiselle Julie", basierend auf einem Drama vom schwedischen Autor August Strindberg. Zusätzlichen Kompositionsunterricht hat er bei Luis de Pablo, Jose Evangelista, Denys Bouliane und Jean Lesage beim "Domaine Forget's New Music Encounters" und bei John McCabe und Gary Kulesha am kanadischen "National Arts Centre" erhalten.

Champagne komponiert vorwiegend Instrumentalmusik mit Schwerpunkt auf Singstimme und Blasinstrumenten. Seine Kompositionen wurden bereits in den USA, Europa und Indien von Orchestern und Musikern aufgeführt, wie z.B. Orchestre Métropolitain de Montréal (Dirigent: Yannick Nézet-Séguin), Vancouver Symphony Orchestra (Dirigent: Evan Mitchell), Toronto Symphony Youth Orchestra (Dirigent: Gary Kulesha), Orchester der Université de Montréal (Dirigent: Jean-François Rivest), University of Oklahoma Wind Symphony (Dirigent: William Wakefield), McGill Wind Symphony (Dirigent.: Alain Cazes) und von den Kammerensembles QAT (Montréal), Erreur de type 27 (Québec City) und Le Duo (Deutschland). Gerade erst war er Mitgestalter der Comic Book-Opera Bungalopolis.

Neben dem Komponieren ist Champagne auch ein Kollumnist, Kritiker, Leser, Klarinettist und Kulturmanager. Im Jahre 2005 erhielt er für sein Werk für Blas-Sinfonieorchester Champ-de-Mars, par jour de lumière den Michael Hennagin Memorial Composition Prize der University of Oklahoma.

Eric Champagne ist Mitglied des Canadian Music Center und Präsident von Codes d'accès, einer Konzertorganisation, welche junge Komponisten in Montréal fördert.

 

Denise Djokic, Violoncello

Die Cellistin Denise Djokic fasziniert schon seit längerem ein internationales Publikum durch vollkommene Beherrschung ihres Instrumentes und einem Wechselspiel zwischen erstaunlicher Kraft und Sensitivität. Sofort berühren ihre ergreifend schöne Klangkultur und ihre ungekünstelte Musikalität. "She plays with seemingly natural ease and her glowing warm tone and honest musical interpretations draw the listener into her complete commitment to the music." (THE STRAD).

Denise spielte mit sämtlichen führenden Orchestern Kanadas wie dem Toronto Symphony, dem Vancouver Symphony, dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem Calgary Philharmonic und dem National Arts Centre Orchestra sowie mit etlichen bedeutenden Orchestern der Vereinigten Staaten und Mexikos. In der vergangenen Spielzeit gab sie ihr Debüt im New Yorker Lincoln Centre mit dem Philharmonic Orchestra of the Americas unter der Leitung von Alondra de la Parra mit "Espejos en la Arena" von Arturo Marquez. Erstmals war sie auch in Europa mit dem Sinfonieorchester Aachen unter Marcus R. Bosch beim Aachener Kurpark-Classix Festival zu hören. Erst kürzlich arbeitete sie mit dem North Carolina Symphony Orchestra, dem Portland Symphony, dem Syracuse Symphony und dem San Diego Chamber Orchestra zusammen und spielte die beiden Cellokonzerte von Joseph Haydn mit dem Orquesta Sinfonica de Mineria in Mexiko City anlässlich des Haydn-Jubiläumsjahres 2009.

Unter den unmittelbar bevorstehenden Gastpielen der Saison 2010/11 sind erneute Konzerte mit dem Orchestre Métropolitain du Grand Montréal unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin mit "Don Quichote" von Richard Strauss sowie eine Tournee mit Symphony Nova Scotia unter Bernhard Gueller.

Sie tritt auch regelmäßig mit ihrem langjährigen Klavierpartner David Jalbert auf. In der jüngsten Vergangenheit waren die beiden in Washington, San Francisco, Mexiko City, Vancouver, Chicago, Tucson und bei den Bargemusic-Konzerten in New York sowie bei den Kammermusikfestivals in Ottawa, Caramoor, Park City, Ravinia, San Miguel de Allende und Vancouver zu Gast. Denise, der Perkussionist Ryan Scott und die Tänzerin Peggy Baker gaben außerdem die Weltpremiere von Christos Hatzis "In the Fire of Conflict" beim Toronto Summer Music Festival 2009.

Denise Djokic wurde in dem Dokumentarfilm "Seven Days, Seven Nights" ausführlich porträtiert. Dieser Film wurde von Bravo-TV gesendet und auch auf dem Atlantic Film Festival präsentiert. Das MacLean's Magazine listete sie als eine der "25 Young Canadians who are changing our World" und das ELLE Magazine als "one of Canada's 30 most Powerful Women".

Ihre Debüt-CD erschien im Jahr 2002 bei SONY CLASSICAL und erhielt höchstes Lob von der Fachpresse sowie den "East Coast Music Award for the Best Classical Recording of the Year". Im selben Jahr war das Konzert von Deinse Djokic das musikalische Hauptereignis bei der Verleihung der Grammy Awards. 2005 wurde ihre zweite CD mit dem Titel "Folklore" bei ALLEGRO/ENDEAVOR CLASSICS veröffentlicht. Dieses Album wurde von der Canadian Academy of Recording Arts and Sciences (CARAS) in der Kategorie "Classical Album of the year" für einen der Juno Awards 2006 nominiert, das kanadische Äquivalent zu den US-Amerikanischen Grammy Awards. Im Mai 2006 kam "Folklore" neben Veröffentlichungen von Maurizio Pollini, Lang Lang, Dawn Upshaw, Yo-Yo Ma, Placido Domingo, Ben Heppner, Renee Fleming und Mitsuko Uchida in die "Top 15" der Billboard Charts sowie in die "Top 200 of all genre sales" bei Amazon.

Denise Djokic hat nunmehr eine Zusammenarbeit mit dem kanadischen Label ATMA CLASSIQUE begonnen. Im November 2008 erschien ein Album mit den Suiten für Violoncello solo op. 72, 80 und 87 von Benjamin Britten. Geplant sind weiterhin eine CD mit dem Orchestre Métropolitain du Grand Montréal unter Yannick Nézet-Séguin und ein weiteres Album mit David Jalbert.

Geboren in Halifax als Tochter einer Musikerfamilie, begann sie ihre Ausbildung bei Olive Shaw und Shimon Walt. Denise ist Absolventin des "Cleveland Institute of Music Young Artist Program", wo sie bei Richard Aaron studierte. Anschließend vervollständigte sie ihre Studien in Boston bei Paul Katz und Laurence Lesser. Denise erhielt mehrfach Preise und Auszeichnungen vom Canada Council for the Arts.